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Arbeit 4.0: Mit den Entscheidungshilfen können KMU ihre Potenziale angesichts der Digitalisierung erkennen

Die Digitalisierung der Arbeit hat große Umwälzungen zur Folge. Kaum ein Bereich der Arbeitswelt bleibt davon unberührt. Dienstleistungen sind ebenso betroffen wie Fertigungsprozesse oder Betriebsstrukturen. Doch wie sollen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ihre Potenziale erkennen, vollumfänglich auszuschöpfen und mit den Herausforderungen der Veränderungen umgehen?
Die KMU-Entscheidungshilfen helfen dabei sich auf die einhergehenden Veränderungen zielgerichtet vorzubereiten.

Mitarbeiter der interne Testabteilung beim Prüfen eines Gerätes Jedes Gerät wird durch die interne Testabteilung in mehreren Testverfahren aufwendig geprüft. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Unter „Arbeit 4.0“ ist die vierte industrielle Revolution in der Arbeitswelt gemeint, die – durch den Einsatz von autonomen technischen und selbstlernenden Systemen (CPS-Techniken) – eine prägende Veränderung in der Arbeitswelt bewirkt. Grundlage für die „Arbeit 4.0“ sind die Digitalisierung (technische Übertragung von Daten ins Netz und deren automatisierte Verarbeitung über verschiedene Rechner oder Betriebe hinweg) und die Virtualisierung (Organisation der inhaltlichen Abläufe über verschiedene Betriebe hinweg) der Arbeitstätigkeiten. Die einzelnen Arbeitsabläufe ändern sich dadurch und der Arbeitsalltag nimmt ein anderes Bild an.

Insbesondere tun sich gerade die KMU mit dieser Veränderung in der Arbeitswelt schwer. Ihnen fehlen oft die personellen und zeitlichen Ressourcen, aber auch das nötige Expertenwissen, um ihre Potenziale zu erkennen, vollumfänglich auszuschöpfen und mit den Herausforderungen der Veränderungen umzugehen.

Ziel dieser Entscheidungshilfen ist es, die KMU dazu zu ermutigen, die Digitalisierung und damit die Veränderung in der Arbeitswelt als eine Chance zu betrachten, ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig und auf Dauer zu sichern, indem sie diese bewusst einsetzen, systematisch ausgestalten und auf diese Weise die Gefahren vermeiden können. So kann der Einsatz von autonomen technischen und selbstlernenden Systemen (CPS) zu einer neuen Bereicherung der Arbeitsqualität führen, wenn die eigenen Potenziale erkannt werden.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Diese Entscheidungshilfen sind im Rahmen des INQA-Projektes „AKTIV“ der Offensive Mittelstand im Jahr 2015 entstanden – gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit – und sollen den KMUs Hintergrundinformationen zum Thema „Einsatz autonomer technischer und selbsterlernender Systeme (CPS)“ anbieten, die einzelnen Zusammenhänge im Hinblick mit den Potenzialen der „Arbeit 4.0“, die Bedeutung der einzelnen CPS-Techniken und vieles mehr erläutern.
Zudem werden Checklisten zur Verfügung gestellt, die den Unternehmen helfen sollen, ihre eigenen Potenziale in den jeweiligen Themenfeldern zu erkennen, für den eigenen Betrieb zu erschließen und anzuwenden. Gleichzeitig aber auch vor Augen führen, welche Schritte die Betriebe unternehmen können, um ihre Wirtschaftsfähigkeit weiterhin zu sichern.

Es werden sieben Entscheidungshilfen mit folgenden Inhalten angeboten:

  1. Potenziale der Arbeit 4.0 für Mittelstand und Handwerk – Einstiege in die digital-integrierte Wirtschaft
  2. Bedeutung von Cyper-Physical Systems für KMU und Handwerk
  3. Herausforderung Qualifizierung in der Arbeitswelt 4.0
  4. Gutes Arbeiten mit der Crowd – Qualität und Standards
  5. Fragen der IT-Sicherheit in 4.0-Prozessen
  6. Prävention 4.0
  7. Führungs- und Kommunikationskompetenz für die Arbeitswelt 4.0

Die einzelnen Entscheidungshilfen sind stets im gleichen Aufbau dargestellt und beantworten die Fragen: Wie wirkt sich der Wandel auf den eigenen Betrieb und die Arbeit aus? Welche Herausforderungen stellen sich? Welche Potentiale erwachsen? Wie kann sich der Betrieb dem Thema öffnen? Wo gibt es Informationen und Rat? Welche Beispiele für vorhandene Umsetzungen gibt es? An welchen Stellen im Betrieb könnte ich ansetzen? Welche Techniken werden gebraucht? Zum Abschluss eines jeden Themenfeldes wird eine Checkliste angeboten, die die Betriebe durchführen können, um ihren eigenen Betrieb zu reflektieren.

Die Entscheidungshilfen stehen kostenlos als PDF-Downloads zur Verfügung, können aber auch als Broschüre hier bestellt werden.

Ergebnisse

Was kann erreicht werden?

  • höhere Effizienz und Effektivität der Arbeitsqualität,
  • orts- und zeitunabhängige, sichere Zugriffsmöglichkeit auf geschützte Plattformen,
  • Automatisierung virtueller Prozessabläufe,
  • vorausschauende Wartung durch CPS-Technik,
  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit,
  • Ermöglichung von mobilen Arbeiten durch Digitalisierung und Virtualisierung der Arbeit,
  • schnellere und transparentere Bearbeitung der Kundenaufträge,
  • Reduzierung des Krankenstandes und
  • punktuelle und auftragsbezogene Erweiterung des betrieblichen Leistungsprofils und damit die Erhöhung der Flexibilität des Unternehmens durch Crowdworking

Erfolgsfaktoren

  • Aufklärung über die Rechtsfolgen des rechtsverbindlichen Auftretens (Transaktionen) im virtuellen Datenraum,
  • Sensibilisierung in Bezug auf Themenfelder Datensicherung und Datenschutz,
  • Einführung der CPS-Technik – „das neue Internet der Dinge“,
  • Schaffung eines lernfreundliches Arbeitsklimas,
  • Weiterbildungen und Sicherung von Qualifikationen im Umgang mit CPS-Technik, mit Plattformen und Software (z.B. Cloud-Computing), mit IT-Sicherheit (Verschlüsselungs- und Anonymisierungstechniken),
  • hohes Sicherheitsniveau im Umgang mit den Daten (Qualitätsmerkmal – digitale Souveränität),
  • Anpassung des gesamten Betriebskreislaufes an die CPS-Technik,
  • Erweiterung des Gesundheitsschutzes durch Anpassung an die Veränderungen, die durch die virtuelle Arbeitsumgebung einhergehen; Definition eines neuen Verhaltenskodex und
  • ergebnisorientiertes Führen, Delegation und dezentrale Leitung der Arbeitsabläufe

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Zusatzinformationen

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Ansprechpartner/in

Oleg Cernavin

Leitungskreis der Offensive Mittelstand c/o BC GmbH Forschungs- und Beratungsgesellschaft
Kaiser-Friedrich-Ring 53
65185 Wiesbaden

Telefon: 0611 - 950300

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