INQA – die Initiative Neue Qualität der Arbeit – vernetzt, berät und bewegt: bundesweit, nicht kommerziell, praxisnah. Zu Themen, die kleine und mittlere Betriebe heute beschäftigen: Fachkräfte gewinnen und halten, gesund führen, Vielfalt nutzen und Arbeit zukunftsfähig gestalten.
Eine zentrale Erkenntnis aus mehr als zwei Jahrzehnten: Gute Arbeit entsteht nicht von allein – sie braucht Menschen, die Fragen stellen, Impulse geben und gemeinsam Lösungen entwickeln. Genau diese Haltung bringen unsere Botschafter*innen mit.
Sie kommen aus Wirtschaft, Wissenschaft und den Sozialpartner*innen. Sie machen INQA sichtbar: auf Veranstaltungen, in den Medien und in ihren Netzwerken. Gleichzeitig bringen sie ihre Expertise aktiv ein: als Gesprächspartner*innen, Impulsgeber*innen und Mitdenkende, etwa bei den INQA-Experimentierräumen, wo neue Ideen für den Arbeitsalltag direkt in der Praxis erprobt werden.
Wie wird man INQA-Botschafter*in?
Die INQA-Botschafter*innen werden vom INQA-Steuerkreis ernannt. Die Mitglieder des INQA-Steuerkreises – darunter Vertreter*innen der Arbeitgebenden- und Arbeitnehmendenseite – schlagen dazu Kandidat*innen vor und nominieren sie. Die Kandidat*innen bringen umfassende Expertise mit und machen sich für die Kernthemen von INQA stark: gute Arbeitsbedingungen, zukunftsorientierte Unternehmenskultur und Fachkräftesicherung.
Wie lange ist man INQA-Botschafter*in?
Das Amt ist auf drei Jahre angelegt. Das aktuelle Botschafter*innen-Team wurde im November 2024 unter der Leitung von Staatssekretärin Leonie Gebers ernannt und begleitet die Initiative bis 2027:
Die Botschafter*innen im Porträt
INQA-Botschafterin Nina Straßner
Hintergrund & Qualifikationen
Nina Straßner ist Fachanwältin für Arbeitsrecht und Wirtschaftsmediatorin. Nach Jahren als Rechtsanwältin wechselte sie 2019 in eine Führungsrolle bei SAP SE, wo sie zunächst als Head of Diversity Germany und anschließend als Global Head of People Initiatives tätig war. Seit 2024 verantwortet sie als Head of People Transformation Management, wie Mitarbeitende neu übernommener Unternehmen erfolgreich in die Strukturen von SAP eingebunden werden – kulturell wie arbeitsrechtlich. Im selben Jahr wurde sie in den Aufsichtsrat der SAP SE berufen, wo sie Mitglied im Finanz- und Investitionsausschuss, im Prüfungs- und Compliance-Ausschuss sowie im Ausschuss für staatliche Sicherheit ist.
Als ehemalige Vorstandsvorsitzende der Charta der Vielfalt e.V. hat sich Nina Straßner über viele Jahre für Diversität und Chancengerechtigkeit in der deutschen Unternehmenswelt eingesetzt. Als Kolumnistin der Wirtschaftswoche schreibt sie regelmäßig zu den Themen Arbeitsrecht und Diversity. Zuletzt initiierte sie bei SAP ein wegweisendes Programm zum Thema Wechseljahre am Arbeitsplatz, ein Signal für mehr Verständnis und gezielte Unterstützung von Frauen im Berufsleben.
Themenschwerpunkte bei INQA
- Erwerbsbeteiligung von Frauen
- Fehlzeiten und betriebliche Gesundheitsförderung
- Gesundheit am Arbeitsplatz
INQA-Inhalte mit Nina Straßner
- Wechseljahre und Karriere: Warum Unternehmen das Thema in den Fokus nehmen sollten
- In Arbeit – Tipps und Praxisbeispiele für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung im demografischen Wandel
INQA-Botschafterin Prof. Dr. Jutta Rump
Hintergrund & Qualifikationen
Prof. Dr. Jutta Rump gehört zu den renommiertesten Expert*innen für Personalmanagement und Organisationsentwicklung im deutschsprachigen Raum. Als Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen verbindet sie seit Jahren wissenschaftliche Forschung mit praxisnaher Beratung – ein Profil, das sie zur idealen Brückenbauerin zwischen Betrieb, Politik und Forschung macht.
Ihre Schwerpunkte liegen auf den Themen Digitalisierung, demografischer Wandel und Diversity. Sie ist in zahlreichen bundesweiten Netzwerken aktiv, darunter das Demografie Netzwerk (ddn), und bringt ihre Expertise in Vorträgen, Gremien und Publikationen ein.
Themenschwerpunkte bei INQA
- Arbeitszeit und flexible Arbeitszeitmodelle im Betrieb
- Älter werden im Betrieb – Chancen und Herausforderungen
- Fehlzeiten: betriebliche Einflussfaktoren und Handlungsansätze
- Beschäftigungs- und Kompetenzeffekte der Digitalisierung und KI
INQA-Inhalte mit Prof. Dr. Jutta Rump
- Vielfalt im Betrieb nutzen – Prof. Dr. Jutta Rump im Interview
- Integration als Gewinn in der Arbeitswelt
- So gelingt die Integration von Geflüchteten im Betrieb
- Gut kommunizieren im virtuellen Raum
- Nach der Pandemie: 6 Learnings zum Arbeiten im Homeoffice
- PYTHIA Automotive: Strategische Personalplanung für die Transformation
INQA-Botschafterin Martina Ribbert
Hintergrund & Qualifikationen
Martina Ribbert bringt langjährige und vielseitige Erfahrung in der betrieblichen Interessenvertretung und im Gesundheitsmanagement mit. Seit 2009 ist sie Mitglied im Gesamtpersonalrat der IKK Südwest und setzt sich dort in verschiedenen Funktionen – unter anderem als Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen – für die Belange der Beschäftigten ein. Neben ihrer Tätigkeit als Pflegeberaterin ist sie zertifizierte Wirtschaftsmediatorin, systemischer Business Coach und Certified Disability Management Professional (CDMP). Darüber hinaus verfügt sie über Qualifikationen als Fachberaterin für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz und als betriebliche Suchtberaterin.
Als ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht und am Arbeitsgericht Trier bringt Martina Ribbert auch das rechtliche Fundament mit, das den Themenkomplexen Arbeit, Gesundheit und soziale Sicherung zugrunde liegt. Ihre Expertise in Konfliktlösung, Mediation und Empowerment macht sie zur praxisnahen Stimme für eine Arbeitswelt, die Beschäftigte nicht aus dem Blick verliert.
Themenschwerpunkte bei INQA
- Gesundheit am Arbeitsplatz
- Gesundheitsorientierte Führung
- Psychische Gesundheit und Resilienz
- Diversity und Empowerment im Betrieb
INQA-Botschafter Franz Donner
Hintergrund & Qualifikationen
Franz Donner ist Volljurist und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Personalarbeit, davon viele Jahre in leitender Funktion bei der ZEISS Gruppe, zuletzt als globaler Personalleiter. In dieser Zeit hat er tiefes Praxiswissen über die Anforderungen und Bedarfe von Unternehmen aller Größen aufgebaut, mit einem besonderen Blick auf den Praxistransfer und die Gestaltung zukunftsfähiger Arbeitsbedingungen. Im Rat der Arbeitswelt engagierte er sich zuletzt als Sprecher und brachte unternehmensnahe Perspektiven in die arbeitsmarktpolitische Debatte ein.
Seit Juni 2024 ist Franz Donner Mitglied im Vorstand des Demografie Netzwerks (ddn). Sein ehrenamtliches Engagement gilt der gesetzlichen Unfallversicherung: als Mitglied im Vorstand der DGUV, als alternierender Vorstandsvorsitzender der BG ETEM sowie bei den BG Kliniken. Über die Präventionsmanager*innen der Berufsgenossenschaften verfügt er über einen direkten, flächendeckenden Zugang zu kleinen und mittleren Unternehmen, genau der Zielgruppe, die INQA besonders im Blick hat.
Themenschwerpunkte bei INQA
- Erwerbstätigkeit älterer Beschäftigter
- Arbeiten mit chronischer Erkrankung und nicht sichtbaren Beeinträchtigungen
- Fachkräftesicherung durch die Erschließung neuer Beschäftigtenpotenziale
- Sozialpartnerschaftliche Gestaltung von Arbeitsbedingungen
INQA-Inhalte mit Franz Donner
Die Botschafter*innen im Gespräch
In einem gemeinsamen LinkedIn-Live-Format haben drei INQA-Botschafter*innen aktuelle Themen und Herausforderungen der Arbeitswelt diskutiert. Der Fokus im November 2025: Wie Fehlzeiten kein Fehler werden - Kultur und Fürsorge am Arbeitsplatz.
Kontakt
Haben Sie Fragen an die Botschafter*innen zu Ihren Themenschwerpunkten? Um direkt Kontakt zu den INQA-Botschafter*innen aufzunehmen und Austausch- sowie Unterstützungsmöglichkeiten durch sie und INQA zu besprechen, melden Sie sich gerne mit Ihrer Anfrage per Mail bei presse@inqa.de.